Die 3 Goldenen Regeln für das perfekte Bewerbungsfoto

Karin Leitmüller Portrait

© Rudolf Kremaier

Gastbeitrag von Karin Leitmüller (†2018) – Bewerbungsberatung & HR-Consulting

Bei einer Bewerbung kommt es darauf an, dass jedes Detail stimmt. Das gilt natürlich auch für Ihr Bewerbungsfoto. Noch bevor sich Ihr künftiger Arbeitgeber Ihren Lebenslauf durchgelesen hat, fällt sein Blick auf Ihr Bewerbungsfoto. Und schon da fällt er ein erstes Urteil über Sie: Wirken Sie sympathisch? Vertrauenswürdig? Kompetent?

Ich zeige Ihnen die 3 Goldenen Regeln, die Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto beachten müssen.

GOLDENE REGEL Nr. 1: Verwenden Sie ein professionell gemachtes Bewerbungsfoto!

Das ist die allerwichtigste Regel für Ihr Bewerbungsfoto. Verwenden Sie NIEMALS NIEMALS NIEMALS wirklich NIEMALS selbstgemachte Fotos, z.B. Fotos aus dem letzten Urlaub, Fotos der letzten Familienfeier oder gar Selfies. Das wirkt in höchstem Maße unprofessionell und unseriös.

Gehen Sie zu einem Profifotografen – wenn möglich einem, der auf Bewerbungsfotos spezialisiert ist. Jeder Personalist erkennt, ob es sich bei Ihrem Foto um ein Profifoto oder um ein selbstgeschossenes Foto handelt. Nur mit einem professionellen Foto können Sie den Eindruck vermitteln, dass Sie (1) die Bewerbung ernst nehmen und (2) kompetent und vertrauenswürdig sind.

GOLDENE REGEL Nr. 2: Verwenden Sie ein aktuelles Bewerbungsfoto

Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich auf Fotos, die schon einige Jahre alt ist, besser gefallen? Auf diesen Fotos sehen Sie jünger aus (klarerweise), und Sie hatten vielleicht noch ein paar Kilos weniger. Trotzdem sollten Sie ein aktuelles Foto verwenden. Ihr zukünftiger Arbeitgeber soll Sie ja wiedererkennen, wenn Sie dann persönlich vor ihm stehen.

Auch hier kann Ihnen Ihr Fotograf helfen, Sie gemeinsam mit einer Visagistin in das richtige Licht zu setzen. Dann bekommen Sie garantiert Fotos, auf denen Sie sich gefallen.

GOLDENE REGEL Nr. 3: Vermitteln Sie einen sympathischen UND kompetenten Eindruck

Leichter gesagt als getan, nicht wahr? Trotzdem – versuchen Sie, folgende Aspekte im Hinterkopf zu haben:


Erfolg durch Sympathie

Sie sollten sympathisch und freundlich wirken. Jeder Arbeitgeber will sympathische, freundliche Mitarbeiter; jeder Personalist will sympathische, freundliche Kollegen. Wenn Sie auf Ihrem Bewerbungsfoto sympathisch wirken, werden Ihre Bewerbungsunterlagen mit mehr Wohlwollen und Offenheit beurteilt. Wirken Sie unsympathisch, wird Ihre gesamte Bewerbung sehr kritisch betrachtet.

Erfolg durch Kompetenz: Kompetenz durch Aussehen

Zeigen Sie Ihre Kompetenz durch Ihren Gesichtsausdruck und Ihre Kleidung. Besonders für Frauen gilt: Verwenden Sie keine verspielten oder neckischen Posen, die Sie sexy wirken lassen. Dadurch werden Sie als weniger kompetent wahrgenommen. Tragen Sie dezentes Makeup, damit Sie gepflegt aber nicht geschminkt wirken.

Erfolg durch Kompetenz: Kompetenz durch die richtige Kleidung

Wählen Sie für den Fototermin ein Outfit oder einen Kleidungsstil, den Sie auch bei einem Vorstellungsgespräch tragen würden. Oder sogar noch eine Spur formeller. Ihr zukünftiger Arbeitgeber weiß und erwartet sogar, dass Sie sich für Ihre Bewerbung feinmachen und elegantere Kleidung tragen, als Sie im normalen Arbeitsalltag anziehen würden.

Wenn Sie vorab noch nicht wissen, ob Sie zusätzlich zu Ihren „normalen“ Bewerbungsfotos noch ein sehr formelles Foto brauchen (z.B. für die Bewerbung bei einer Bank oder Versicherung), dann nehmen Sie einfach zu Ihrem Fototermin beim Fotografen verschiedene Outfits mit. Oft gibt der Fotograf dann noch wertvolle Ratschläge, welche Farbe Ihnen besser steht bzw. was am Foto besser wirkt.

Wenn dem Bewerbungsfoto eine so hohe Bedeutung beigemessen wird, stellt sich die Frage:

Entscheidet also das Aussehen darüber, wer eine Stelle bekommt und wer nicht?

Ganz so ist es nun auch wieder nicht. In erster Linie wird natürlich darauf geachtet, ob die Qualifikationen des Bewerbers den Anforderungen der Stelle entsprechen. Aber wie gesagt: das Foto sticht bei einer Bewerbung gleich ins Auge und kann einen Einfluss darauf haben, wie wohlwollend oder kritisch Ihre Bewerbung betrachtet wird. Bei gleich qualifizierten Bewerbern kann das Foto schon den Ausschlag geben. Daher mein Praxistipp:

Halten Sie sich an die 3 Goldenen Regeln für Ihr Bewerbungsfoto. Dann haben Sie in der Beurteilung die Nase vorn.

Über Karin Leitmüller:

Karin Leitmüllers Mission ist, den Menschen durch eine optimale Bewerbung zu einem Job zu verhelfen, der zu ihnen passt und der ihnen Freude macht.

Als Bewerbungsberaterin begleite sie ihre Kunden durch alle Stationen der Bewerbung, von der Jobsuche bis zum Vorstellungsgespräch. Eine Professionelle Bewerbungsberatung bietet die Sicherheit, dass Bewerbungsunterlagen durch ihre hohe Qualität aus der Masse an Mitbewerbern herausstechen und dass ihre Kunden topvorbereitet zum Vorstellungsgespräch gehen.